25. Mai 2010

Ein großer Südtiroler ist heute Morgen von uns gegangen: Silvius Magnago, SVP-Ehrenobmann und langjähriger Landeshauptmann von Südtirol. Das Land trauert.
Ganz Südtirol stand heute zumindest einen Moment lang still. Silvius Magnago hat das getan, was er sein gesamtes Leben lang getan hat. Er hat gekämpft, bis zum Tod, und ist dann doch still und leise von uns gegangen.
Die vielen Beileidsbekundungen, die heute auch die Südtiroler Volkspartei erhalten hat, beweisen, dass er nach wie vor geliebt und geschätzt wird wie kein anderer. Ja, er ist eine Vaterfigur, zu Lebzeiten bereits eine Legende geworden.
Auch mich berührt der Tod Magnagos. Er war ein stiller Wegbegleiter, ein Bezugspunkt, er hielt sein wachendes Auge im Hintergrund stets über uns. Und wenn man ihm einen Besuch abstattete, war er immer für einen Witz zu haben. "Du bisch obo schun a bissl jung für de Aufgobe in der Partei", meinte er erst zu mir.
Silvius Magnago wird immer ein politisches Vorbild für mich bleiben. Denn er hat etwas zustande gebracht, was vielen vielleicht gar nicht bewusst ist. Er hat sich in den entscheidenden Momenten der Geschichte für Frieden und Ausgleich entschieden und nicht für die Konfrontation. Er hat den Südtirolerinnen und Südtirolern den Glauben geschenkt, dass mit Demokratie, mit Toleranz und im Miteinander die Lösung zu suchen ist. Auch wenn er in der eigenen Partei auf Gegenwind gestoßen ist, hat er unverwüstlich seine eigene Überzeugung vertreten. Und hat Recht behalten.
Dafür sollten wir Silvius Magnago alle dankbar sein. Er wird uns stets Vorbild sein, auch vielen jungen Südtirolerinnen und Südtirolern.
Danke Silvius Magnago! Dein Lebenswerk, die Autonomie unserer Heimat Südtirol, wird uns allen Auftrag und Verpflichtung sein!
















Philipp
Achammer

