02. Juni 2010

Altlandeshauptmann Silvius Magnago ist am vergangenen Freitag zu Grabe getragen worden. Eine würdige Beerdigung, so wie es sich für einen großen Südtiroler gehört. Dennoch, immer wieder stelle ich mir die Frage: was bleibt von/ nach Silvius Magnago vor allem in uns jungen Südtirolern?
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich überrascht und zugleich beeindruckt davon war, wieviele Jugendliche im Palais Widmann oder am Freitag bei den Begräbnisfeierlichkeiten in Bozen persönlich von unserem SVP-Ehrenobmann Abschied genommen haben. Silvius Magnago war eine Persönlichkeit, die auch von der Jugend geschätzt und bewundert wird, ja zu der man aufblickt.
Viel ist davon gesprochen worden, dass uns Silvius Magnagos Lebenswerk Auftrag sein sollte, seine Persönlichkeit Vorbild. Leere Worte? Was bedeutet das konkret für unser Heute und Morgen?
Silvius Magnago hat sich immer für den Weg des Machbaren entschieden, obwohl dies vielen zu wenig war. Aber er hat Recht behalten. Und heute? Heute diskutieren wir darüber, den Weg des Machbaren, unsere Autonomie, über Bord zu schmeißen? Nein, das war sicher nicht die Absicht Magnagos. Vielmehr eine europäische Region Südtirol, ein Vorbild an Kooperation, Toleranz und Offenheit. Genau das ist es, was mich an Silvius Magnago fasziniert: sein Weitblick, seine Wertehaltung. Deshalb ist er ein Vorbild.
Und auch das hat er vorgelebt: "Wir sollen der Partei dienen und uns nicht ihrer bedienen." Die Südtiroler Volkspartei war Magnago ein Herzensanliegen. Heute nehmen es viele nicht so genau mit dem Idealismus, mit dem Einsatz für die Partei. Das Eigeninteresse steht da oft vielmehr im Mittelpunkt. Ja, sein Zitat im Eingangsbereich der Parteizentrale soll sich deshalb ein bisschen als Mahnung in unser Gedächtnis einprägen.
Ich bin mir sicher, dass wir ihn so schnell nicht vergessen werden, den Vater der Autonomie.
Euer Philipp
















Philipp
Achammer

