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Gestern wurde im SVP-Parteiausschuss das Gesetz zur Reform der Oberstufe einstimmig beschlossen. Mein Resümee: einige sehr positive Ansätze, die - sofern sie konsequent umgesetzt werden - allen Jugendlichen zugute kommen werden. Wobei es in erster Linie die zuständige Landesrätin ist, die richtigerweise immer wieder anmahnt, die eigentlichen Zielsetzungen der Reform nicht aus den Augen zu verlieren.

Eine Oberschule, die sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientiert - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das heißt für mich eine Schule, die nicht nur einseitig Leistung einfordert, sondern auch die Schwierigkeiten erkennt. Eine Schule, die Kompetenzen für das Leben vermittelt, und nicht nur seitenweise Lernstoff. Eine Schule, die die besten Chancen für die Zukunft schafft und auch dem Vergleich mit dem Ausland standhalten kann. Eine Schule, die jedem jungen Menschen die Basis für einen Beruf gibt, von dem man würdig leben und in dem man sich entfalten kann.

All das unter einen Hut zu bringen, scheint nicht einfach. Doch es ist wichtig, dass in den laufenden Diskussionen immer wieder daran erinnert wird, dass es gerade die Politik ist, die eine klare Vorstellung davon haben sollte, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln soll. Durch eine Oberstufenreform kommt dies mehr als deutlich zum Ausdruck...

Viel wichtiger als die Tatsache, wo welche Schule stehen wird, ist mir deshalb etwa die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schultypen: zwischen Berufsschule und berufsbildender Oberschule zum Beispiel. Denn es darf nicht sein, dass einzelnen Jugendlichen Bildungswege versperrt bleiben.

Und noch ein letztes: die Oberstufenreform würde ich doch als perfekten Anlass sehen, um auch das Landesgesetz aus dem Jahre 1994 zu überarbeiten, das die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler regelt. Denn da hätten wir schon ein paar interessante Vorschläge in der Schublade... :-)

Euer Philipp

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