17. April 2011

Unter dem Titel "Außerirdische raus" hat die OEW einen Monat lang südtirolweit für das friedliche Zusammenleben mit ausländischen MitbürgerInnen geworben. "Integration oder Ausgrenzung?" hieß es Freitagabend bei einer Podiumsdiskussion, bei der ich dabei sein durfte. Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie wichtig und gleichzeitig wie sensibel dieses Thema ist...
Zwei Tage später frage ich mich immer noch eines: wann werden wir endlich imstande sein, auf das politische Geplänkel, auf den Gebrauch von Provokationen und Emotionen zu verzichten? Denn unabhängig von den parteipolitischen Streitereien müssten wir uns doch einig sein, dass Integration der einzige Weg ist.
Gerade Südtirol, das auch in Zukunft ausländische Arbeitskräfte brauchen wird, müsste sich bewusst sein, dass Menschen kommen, wenn man ArbeiterInnen ruft. Menschen mit Bedürfnissen, nach Familie, Freundschaften, einem Vereinsleben, nach Wohnung, nach Religion. Wenn wir uns dann gegenseitig mit Respekt und Verständnis begegnen, wären die Voraussetzungen für Integration geschaffen. Dass es Regeln braucht, die auf Rechte und Pflichten und vor allem dem Rechtsstaat aufbauen, muss dabei klar sein.
Was ich mir deshalb wünsche? Dass Parteien gemeinsam lösungsorientiert arbeiten anstatt sich zu fragen, wie politisches Kapital aus diesem Thema geschlagen werden kann...
Euer Philipp
















Philipp
Achammer

