14. November 2011

Ganz Italien atmet auf – und das aus gutem Grund: Berlusconi ist Geschichte. Die Bilder des Jubels in den Straßen von Rom erinnern an die eines Umsturzes, den Sturz eines Systems. Zu hoffen bleibt, dass dieser Staat nun endlich wieder ein bisschen Seriosität zurückbekommt...
Wenn Berlusconi nach seinem Rücktritt erklärt, ab sofort noch größeren politischen Einsatz zeigen zu wollen, dann erinnern seine Worte an die eines Wahnsinnigen. Ist es doch er, der für den Vertrauensverlust in die Politik, für die Dekadenz von Werten und Moral verantwortlich zeichnen muss. Spott und Häme hat er Italien eingebracht – und doch sieht er sich als den Retter des Staates. Einen größeren Realitätsverlust gibt es wohl nicht.
Ein ehemaliger EU-Kommissar macht Hoffnung: Mario Monti ist der Ausdruck von Ernsthaftigkeit und Seriosität, die dieser Staat so sehr nötig hätte. Und auch Südtirol kann hoffen – denn die letzten drei Jahre haben nicht nur null Fortschritt in der Autonomiepolitik gebracht, sondern auch den Ruf nach einer Zukunft fernab dieses Staates gefördert.
Eine neue Regierung wird der Bevölkerung viele Opfer aufbürden müssen, das ist unausweichlich – doch dies scheint in diesen Tagen zweitrangig. Denn endlich ist die Zeit der Berlusconi-Skandale vorbei...
Euer Philipp
















Philipp
Achammer

