Fehlende Fachkräfte bremsen langfristig unseren Wohlstand aus

Nach langer Zeit endlich wieder einmal in Innsbruck, zurück in meine Studentenstadt. Ich verknüpfe viele schöne Erinnerungen mit dieser quirligen Stadt und freue mich stets, wenn die Arbeit es erfordert, nach Innsbruck zu fahren. Kürzlich habe ich mich dort mit meinem Tiroler Amtskollegen Anton Mattle getroffen. Aber nicht nur. Aber dazu ein andermal mehr. 

Jedenfalls, beim Treffen mit Landesrat Anton Mattle dominierten die wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona-Pandemie und der Fachkräftemangel die Gespräche. Wir sind uns darin einig, dass die Corona-Krise für beide Länder seit nunmehr zwei Jahren eine sehr fordernde Belastungsprobe für die wirtschaftliche Krisenfähigkeit ist. Und trotz allem haben Südtirol und Tirol die Pandemie bislang gut gemeistert. Es hat sich gezeigt, dass die heimischen Betriebe in der Lage sind, auf Krisen und Herausforderungen schnell und professionell zu reagieren.

Trotz der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante blicken wir zuversichtlich auf das Frühjahr und den Sommer. Dann wird die Wirtschaft wieder verstärkt an Fahrt gewinnen. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt liegt eine der größten wirtschaftlichen Herausforderung der Zukunft vor uns: Denn unabhängig von der Corona-Pandemie fehlen Südtirol und Tirol vermehrt Fachkräfte. Dem Fachkräftemangel mit verschiedensten Maßnahmen schon jetzt entgegenzuwirken, ist daher zentrale Aufgabe einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik. Denn: Fehlende Fachkräfte bremsen langfristig unser wirtschaftliches Wachstum und den erarbeiteten Wohlstand aus. 

Jugendprojekte gemeinsam vorantreiben

Neben den Wirtschaftsthemen sprachen wir vor allem über gemeinsame Projekte im Jugendbereich: So solle die Arbeit an der "z.B.", einer Zeitschrift mit Beiträgen zur Jugendarbeit in Südtirol und Tirol, gemeinsam fortgeführt werden. Angedacht haben wir auch ein Interreg-Projekt im Jugendbereich.

Und natürlich war auch die duale Ausbildung Thema der Gespräche. Die Kernbotschaft ist für uns in dieser Sache klar: Wollen wir für junge Menschen die Arbeitswelt mit der Ausbildung noch besser verbinden, gilt es weiterhin auf das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung zu setzen, diese stärken und weiter ins Bewusstsein zu rücken. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat sich hierbei in der Vergangenheit allemal bewährt. Und auch in Zukunft wollen wir diesen eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen. 

 

Posted on February 9, 2022 .